Achtung nach der Zeitumstellung
Landesjägerschaft Bremen und der ´Verband der Jagdaufseher Niedersachsen` warnen gemeinsam vor Kollisionen mit Wildtieren in der Dämmerung
Der Tagesablauf von Wildtieren verläuft im Rhythmus der Natur. Für uns Menschen hingegen wurde in der Nacht zum Sonntag die Zeit umgestellt. Dies macht die kommenden Tage für Tiere wie Autofahrer gleichermaßen lebensgefährlich, denn die Futtersuche vieler Wildtiere fällt jetzt wieder genau in die Phase des Berufsverkehrs. Thomas Dürr von der Landesjägerschaft Bremen (LJB) rät deshalb aktuell in der Morgen- und Abenddämmerung besonders aufmerksam zu fahren. „Die Tendenz von Wildunfällen ist steigend. Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der Wildunfälle hierzulande einen neuen Höchststand. Mit mindestens 229 starben mehr Rehe als je zuvor durch Kraftfahrzeuge auf Bremens Straßen“, sagt er.
Da viele gefährliche Streckenabschnitte nicht durch Schutzzäune gesichert sind, halten viele Jäger auf eigene Kosten mit Geruchsstoffen oder optischen Wildwarnern die Tiere von den Straßen fern. Dies ist aufwändig aber bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Auch im niedersächsischen Umland ist der November einer der Hauptunfallmonate – zumal dann wegen ihrer bevorstehenden Paarungszeit auch viele Wildschweine unterwegs sind und nasses Laub Ausweichmanöver für Autofahrer oft zusätzlich gefährlich macht.
„Besonders Unfälle mit Damwild sind gefährlich, weil diese Tiere wegen ihres hohen Körperschwerpunkts bei einem Aufprall leicht durch die Windschutzscheibe schleudern“, erklärt deshalb Sibylle Erbut vom Verband der Jagdaufseher Niedersachsen (VJN). Beide Verbünde appellieren gemeinsam an alle Autofahrer in den nächsten Wochen im Bereich von Waldrändern und entlang unübersichtlicher Felder besonders aufmerksam zu fahren.
