2. Arbeitstagung für Nachsuchengespanne vom 15.-16.05.2004
Im Jugendwaldheim Siedenholz bei Unterlüß trafen sich zur diesjährigen VJN-Arbeitstagung zehn Nachsuchengespanne. Die Resonanz war groß; Werner Bixler der 1.Vorsitzende des VJN konnte alle 10 gemeldeten Gespanne mit ihren Hunden verschiedener Rassen begrüßen.
Ebenso stellte H.J. Borgräber heraus, dass der Hundeführer eine hohe Eigenverantwortung hat, d.h. er muss sich selbst und die Fähigkeiten des Hundes richtig einschätzen können.
Zum Schluss demonstrierte der Tierarzt wie man selbst einfache Untersuchungen am Jagdhund vornehmen kann. Dr. Gauglitz verstand es diese Themen ausführlich und vor allem verständlich vorgetragen, so dass alle Teilnehmer sehr zufrieden waren.
Der Verband der Jagdaufseher Niedersachsen e.V. (VJN) hatte am 4. Juni 2005 zu einem Praxis-Seminar nach Hermannsburg im Landkreis Celle eingeladen. Das Thema "Zwischen Schuss und Inbesitznahme" lockte viele Mitglieder und Gäste in die Südheide. Der Referent Wildmeister Reinhard Kompa konnte dabei auch alten Hasen wertvolle Tipps zum Schuss, über eine mögliche Nachsuche bis hin zum sauberen Aufbrechen z.B. von weidwund geschossenem Schalenwild geben.
Zur Demonstration wurde ein frisch erlegtes Stück Damwild vor einer weißen Leinwand aufgehängt auf das dann ein Schuss aus ca. 70 m Entfernung abgegeben wurde. Es war eindrucksvoll zu sehen, in welchem Streukreis Geschoss- und Knochensplitter sowie Lungenfetzen verteilt waren und durch das Laken gedrungen waren. Nach Abklärung diverser Schuss- und Pirschzeichen ging es beim anschließenden Aufbrechen vorrangig um die Hygiene und die Wildbretschonung bei Weidwundschüssen. Um die Keulen zu schützen gab der Berufsjäger den Hinweis, nur die Körperhöhle bis zum Lecker zu öffnen ohne die Schlossnaht aufzutrennen. Anschließend wird das Stück mit dem Haupt nach unten z.B. an einem Querholz aufgehängt und weiter aufgebrochen ohne die Keulen dabei mit Gescheideinhalt zu verunreinigen. Kompa gab zu beachten, dass die Nieren bis zum Zerwirken des Stückes nicht entfernt werden, um die Filets nicht freizulegen und auszutrocknen. Nach gründlichem Ausspülen des Wildkörpers mit Trinkwasser kann dann als letztes die Schlossnaht geöffnet und das Stück in die Kühlung gebracht werden. Alle Seminarteilnehmer waren ausnahmslos beeindruckt von der Sauberkeit des Stückes trotz der erheblichen, inneren Schussverletzungen.
Zum Abschluss des Seminars ging es zum gemütlichen Schüsseltreiben und Erfahrungsaustausch ins nahe gelegene Gasthaus, davor hatten die Teilnehmer noch die Gelegenheit, eine wiederaufgeforstete Brandfläche in Augenschein zu nehmen.
