Schweißhundeführerlehrgang und Prüfung

Beim Seminar für Schweißhunde und Nachsuchenprüfung auf Hochwild des VJN nahmen 36 Teilnehmer teil.

Am 14.05. und 15.05.2011 fand in St.Andreasberg / Harz das Seminar des VJN „Schweißhundeführer“ - Ausbildungsmodul für Revierhegemeister statt.
Der Referent Klaus Richter hat sich sehr viel Mühe gegeben, um dieses Seminar mit seinem Fachwissen zu einem großen Erfolg zu machen.
Hundeabrichtung, sowie Ausbildung eines Schweißhundes, Arbeiten auf der Fährte und Verhalten von Hunden und Führen im Revier waren die wichtigsten Themen dieses Seminars.

 

Unter anderem mussten die Teilnehmer sieben verschiedene Schusszeichen vom Anschuss erkennen.Nicht nur die Teilnehmer, sondern auch der Referent Klaus Richter waren vor allem von der Bereitschaft der Hundeführer angetan, viel Zeit und Engagement in die Ausbildung ihrer Vierbeiner zu investieren.
Was gute Schweißhunde zu leisten in Lage sind, das mussten einige unter Beweis stellen, als es galt, eine von Bernd Theinhardt und seinen fleißigen Helfern gelegte Schweißfährte auszuarbeiten.Schwer für den einen oder anderen Hund, beinahe zu schwer war diese Nachsuchenprüfung auf Hochwild, bedingt durch sehr trockenes Wetter. Der Boden war sehr ausgetrocknet und es gab viele Verleitfährten von Rot- und Schwarzwild.

Die Stehzeit der Fährten betrug 24 Stunden und diese wurden mit Fährtenschuhen getreten, wobei ein zehntel Liter Schweiß auf 1000 Meter verwendet wurde.
Es galt allerdings, für den Hund fünf Verweiserstellen zu finden, welche mit einem kleinen Fähnchen gekennzeichnet waren. Spannend war es, die jedem Hund eigene Vorgehensweise bei dieser Arbeit zu sehen.

Während die einen akribisch der Fährte folgten, kürzte ein Jagdterrier einfach ab, weil er offenbar die Witterung der Sauschwarte vom Ende der Fährte aufgenommen hatte. Da kümmerte er sich nicht mehr um die Verweiserstücke zum Leidwesen der Hundeführerin. Denn damit war er zwar der schnellste – und in der Praxis auch eine perfekte Arbeit - , aber um diese Prüfung zu gewinnen, fehlte es halt daran, die notwendigen Verweiserfähnchen mitzubringen.

Folgende Teilnehmer haben mit Ihrem Hund eine gute bis sehr gute Fährtenarbeit erbracht:

Der Tagessieger wurde Fany von der Militzer Meute, eine Bayrische Gebirgsschweißhündin, die von Herrn Reinhard Körner aus Salzgitter geführt wurde.
Es war sehr interessant, Reinhard Körner und seiner BGS Hündin bei der Arbeit zu zu sehen, die beiden sind ein sehr gutes Schweißhundeführergespann, die mit viel Ruhe und der nötigen Erfahrung arbeiten.

Der Jagdpächter Jan Burmeister-Wiese hatte für den Tagessieger eine besondere Überraschung: einen Kahlwildabschuß in seinem Revier.

Ganz herzlich bedanke ich mich bei meinem Jagdpächter Jan Burmeister-Wiese, der wieder sein Revier für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.
Ich muss sagen, das es eine sehr kameradschaftliche und gelungene Veranstaltung war und bedanke mich noch einmal bei allen Teilnehmern und unserem Referenten Klaus Richter, sowie meinen fleißigen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Waidmannsheil

Bernd Theinhardt