Seminar des VJN:
„Keilerschießen und Schießen auf der Drückjagd“
Von Sibylle Erbut
Vor Beginn der Drückjagden im Herbst wurde vom VJN ein Seminar durchgeführt, in dem es in der Theorie um das „Schießen und Verhalten auf Drückjagden“ und in der Praxis um das „Schießen auf den laufenden Keiler“ auf dem Schießstand ging.
Der sehr gut besuchte Übungstag wurde von Dieter Erbut, Referent für Schiesswesen im Verband der Jagdaufseher Niedersachsen e.V. (VJN) geleitet. Er erläuterte in der Theorie kurz, worauf es auf der Drückjagd beim Schießen auf Wild in Bewegung ankommt: nämlich hauptsächlich auf das richtige Einschätzen der Entfernung! Zusätzlich gab es Tipps zur Haltung beim Schießen, zum Verhalten auf dem Drückjagdstand und zur geeigneten Waffe.
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Danach ging es zum Schießen auf den laufenden Keiler. Auch hier gab es etwas Neues: es wurde erstmals die Scheibe mit drei laufenden Wildschweinen gezeigt – eine wesentlich praxisnähere Übung. Bei der kleinen Rotte sollten natürlich nur die beiden letzten, kleineren Stücke beschossen werden. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass Bedarf besteht, derartige Übungstage, auf denen mit der großkalibrigen Waffe wie auf der Drückjagd geschossen wird, öfter anzuberaumen. Die Ergebnisse verbesserten sich sichtbar bei den Schützen, die wiederholt schossen.
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Erfreulich war bei diesem Schießen auch die Zusammenarbeit mit dem Forstamt Harsefeld, denn die zahlreichen Teilnehmer des Seminars konnten an diesem Tag auch die Harsefelder Keilernadel erwerben, wenn die Ergebnisse dies erlaubten. Siegfried Rakowitz erklärte als Ziel des Forstamtes, die Jäger zum Training auf dem Schießstand zu animieren – der Lohn war bei guten Ergebnissen (von 5 Treffern drei im „tödlichen Bereich“) die Keilernadel. Am Ende des Tages konnten an 25 von über 30 Teilnehmern die Keilernadeln ausgegeben werden. Wie immer bei unseren Seminaren in Waakhausen war auch Kreisjägermeister Heiko Ehing anwesend, vorbildlich für alle „Funktionäre“ der Jägerschaften in Niedersachsen!
Durch die große Teilnehmerzahl haben die Jäger wieder einmal gezeigt, dass sie Übungs-/Fortbildungsangebote gerne annehmen. Schießen auf Wild in Bewegung muss geübt werden, das Fazit des Seminars lautete daher: „Richtiges Gewehr, richtige Munition, richtige Entfernung (zu weit: Finger gerade lassen), keine abrupten Bewegungen bei Annäherung von Wild, viel üben auf dem Schießstand. Drückjagd ist kein Vabanquespiel, wir schießen auf lebendes Wild, etwas riskieren ist verwerflich, wenn man nicht richtig drauf ist, dann schießt man nicht.“






