„Organisation und Durchführung von Drückjagden“

Unter o.g. Titel fand auch in diesem Jahr wieder unser Seminar vor Saisonbeginn der Drück- und Bewegungsjagden statt. Gerade bei den Maisjagden gibt es immer wieder beunruhigende Meldungen über Jagdunfälle, manchmal muss sogar über Todesfälle berichtet werden. In letzter Zeit ist auch die Verwendung der bleifreien Munition mit ihrem unwägbaren Abprallverhalten und damit verbundenen Unfällen in die Schlagzeilen gekommen. Viele Jagdteilnehmer verkünden laut, niemals mehr an einer Maisjagd teilnehmen zu wollen – aber so muss es nicht sein!

Grundsätzlich ist festzustellen: immer dann, wenn mehrere Personen an einer Jagd teilnehmen, ist erhöhte Aufmerksamkeit gefordert.
Der Organisator der Jagd muss für einen reibungslosen und gefahrlosen Ablauf der Jagd einiges beachten, angefangen vom Einladen der Schützen, dem Organisieren der Hundetruppe mit ihren Führern, Tierarzt, Nachsuchengespanne, Anstellen der Schützen. etc.

Die Referenten des VJN Dieter Erbut und Jens Kleinekuhle haben den Teilnehmern einen guten Überblick über die anstehenden Aufgaben gegeben. Jens Kleinekuhle erläuterte die explodierenden Schwarzwildbestände u.a. anhand von Grafiken und Dieter Erbut widmete sich der Praxis der Organisation. Für die Teilnehmer gab es anschließende ausführliche Skripte, einen allgemeinen Leitfaden für Gesellschaftsjagden und spezielle Merkblätter für Jagdleiter, eingeladene Jäger und Hundeführer. Mit diesem Rüstzeug ging es dann zum praktischen Teil:

Am Treffpunkt mit den Hundeführern hielt Fritz Lackner, 2. Vors. VJN, die Jagdansprache und anschließend ging es ins Revier, wo zwei Maisschläge durchgedrückt wurden. Leider spielten die Sauen in diesem Jahr nicht mit, sie waren nicht da, wo sie vermutet wurden, so dass der Tag ohne Strecke ausklingen musste. Die Teilnehmer fuhren aber trotzdem mit „erweiterten Erkenntnissen“ nach Hause, wie Einige kundtaten.